Cristiano Ronaldo und Sporting

Eine Episode: Cristiano Ronaldo

Das Internet ist ja voll von Fußballnews und eigentlich dominiert Fußball das Nachrichtengeschehen. Besonders schlimm wird es, wenn dann ein Fußballspiel als Ventil für Gewalt missbraucht wird. Schon traurig.

Und jetzt nerve ich mit meinem kleinen Newsletter noch mit “futebol” … Zu meiner Rechtfertigung möchte ich eine kleine Episode während eines Fußballspiels nacherzählen, welche mich zum Nachdenken angeregt hat:

Letzte Woche war mal wieder “Champions League” angesagt, und der Lissaboner Verein “Sporting Clube de Portugal” in seinen grün-weiss-gestreiften Trikots empfing die Engländer aus Manchester United.

Zwei Dinge vorab:

1. Noch nie hat eine englische Mannschaft im Stadion von Sporting gewonnen. Sehr kurios, denn in den europäischen Wettbewerben kommt Sporting eigentlich nie besonders weit.

2. Cristiano Ronaldo, “der Junge”, “o menino”, ging als 18-jähriger von Sporting nach Manchester - wie immer konnte der portugiesische Verein seine jungen Spieler nicht halten. So ist es mit Luis Figo geschehen und kürzlich mit Nani. Sporting hat eben nie Geld.

In der Mitte der zweiten Halbzeit passierte es dann: Ronaldo schoss das 0:1. Die englische Mannschaft führt.Und was tun die Sporting-Fans? Etwa pfeifen, buhen und schimpfen? Nein. Das Gegenteil geschah: Das ganze Stadion applaudiert ihrem “menino”, dem Jungen, der nach England ging und nun einer der besten Spieler der Welt ist.

Solch kleine Episode lässt diesen ganzen Sumpf um ein Fußballspiel herum ein wenig vergessen und spiegelt, um einen Schritt weiter zu gehen, vielleicht sogar eine Facette der portugiesischen Mentalität wider.

Es war ein schöner Augenblick, auch wenn mit dem Tor Cristianos auch zum ersten Mal Sporting vor heimischen Publikum gegen eine englische Mannschaft verlor. Egal.

Man möge mir das Fußballthema verzeihen!

Das war’s für diesmal. Ich hoffe Sie bleiben weiterhin Abonnent.

Bis zum nächsten Mal!

Nuno Oliveira
Übersetzer und Dolmetscher

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